Mittwoch, 8. Juli 2015

DIY Projekt: Kräuter-Haaröl #1 Zutaten & Ansetzen

Da ich von der Pflegewirkung des kürzlich bestellten Amla- und Hennapulvers so begeistert bin, wage ich mich an ein Experiment: ich möchte ein Haaröl selbst machen.
Haaröle sind besonders bei lockigem Haar wie meinem sehr praktisch, denn an die Spitzen gelangt kaum etwas vom Sebum der Kopfhaut, daher müssen diese immer extra gut gepflegt werden. Ich massiere deswegen abends immer (naja ok… je nach Bedarf Etwa ich?) etwas Öl in meine Spitzen.
Mein Haaröl besteht aus zwei Dingen:


Öle
Kräuter
  • Sesamöl (Basis)
  • Avocadoöl(Pflege)
  • Rizinusöl (Pflege)
  • Henna neutral
  • Amla
  • Rosmarin
  • Brennessel
  • Eisenkraut

Sesamöl ist DAS Öl der Ayurveda-Heilkunde. Es dringt sehr gut in die Haut ein und kann somit optimal als Trägeröl für Wirkstoffe verwendet werden. Außerdem hat es einen leichten Lichtschutzfaktor, was dem Haar auch nicht schaden kann. Daher bildet es die Basis meines Haaröls mit ca. 100-120ml.


Avocadoöl ist ein sehr vitamin- und mineralstoffreiches Öl, das viel Feuchtigkeit spendet. Ich verwende es als Pflegezusatz, weswegen ich nur 10-20 Tropfen dazu gebe.

Rizinusöl ist oft ein Grundbestandteil von Wundschutzcremes – es hilft der Haut zu heilen und soll den Haarwuchs anregen. Auch hier gebe ich, als optimalen Pflegezusatz für Kopfhaut und Haar, ca. 10 Tropfen hinzu.

Henna neutral umhüllt das Haar und bildet dadurch einen Schutzfilm. Es ist im Vergleich zu normalem Henna nicht färbend – vorsicht jedoch bei hellem Haar, hier ist ein zurückbleibender Farbstich durchaus möglich. Zu beachten: neutrales Henna ist nicht gleich neutrales Henna – oft wird dieses nämlich mit ähnlich wirkendem Cassia verwechselt, dies ist jedoch eine andere Pflanze.
1 EL des Pulvers füge ich dem Haaröl hinzu.

Amla soll Haarwachstum und Pigmentierung unterstützen. Außerdem hat es eine gute Pflegewirkung und riecht angenehm. Hiervon benutze ebenfalls 1 EL.

Rosmarin soll gegen Haarausfall und Schuppen wirken und duftet richtig gut. Ich gebe es als getrocknete Kräuter dazu und werde eventuell am Ende noch etwas ätherisches Öl verwenden.

Brennnessel hilft ebenfalls gegen Schuppen und Haarausfall und zaubert – zumindest als Tee – schönen Glanz ins Haar. Hier verwende ich Teekräuter aus einem Teebeutel.

Eisenkraut ist heutzutage eher unbekannt, soll jedoch ein exzellentes Mittel bei Hautverletzungen sein. Dieses Kraut ist eigentlich nur im Haaröl mit drin, weil es keinen puren Brennnesseltee gab, sondern nur eine Mischung aus beiden genannten. Schaden kann es aber nicht – zumindest der Kopfhaut wird es gut tun.

Nachdem ich alle Zutaten in ein Schraubglas gefüllt habe, schüttle ich dieses bis alle Zutaten gut vermengt sind und vom Pulver nix mehr am Boden klebt.
Jetzt wird es auf die Fensterbank an der Nordseite gestellt, es sollte nämlich keiner direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt sein.
Dort lasse ich das Öl die nächsten 3-4 Wochen stehen, schüttle es aber alle paar Tage durch – so erwarte ich mir die optimale Wirkstoffaufnahme.

Ich bin wirklich gespannt auf das Ergebnis und wenn es soweit ist, berichte ich natürlich wieder! Smiley
Habt ihr schonmal versucht so ein Haaröl selbst zu machen?

Liebe Grüße,
Julie

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